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Allgemeines



Die Adria Windrose

In den alten Zeiten hielt man die Winde als die Tat der Götter. Doch Menschen begonnen schon vor tausenden von Jahren die Winde zu nutzen, als Auftrieb fur ihre Schiffe und bauten die ersten Windmühlen, obwohl sie nicht wussten wie und wann Wind ersteht. Erst vor einigen hunderten von Jahren entstand die Meteorologie als Lehre und somit wurde Die Windforschung zur Wissenschaftlichen Aktivität und war nicht mehr Sache der Götter.

Die Adria Windrose ist zusammengesetzt aus acht primären Winden, deren wesentliche Windrichtung fur eine der acht grundlegenden Seiten der Welt steht. Jeder Wind hat seine Charakteristiken die uns dabei helfen vorherzusagen ob er stärker oder schwächer wird, ob er die Richtung ändern wird oder einen anderen Wind ansagt. Gute Windkenntnisse können uns dabei helfen die richtigen zu nutzen und die ungünstigen zu vermeiden.

Der Jugo ist ein südwestlicher Wind von gemäßigter Stärke, der vom Meer her in Richtung Festland entlang der gesamten kroatischen Adriaküste weht. Er weht aus den Richtungen OSO, SO oder SSO. Seine Karakteristiken sind: der Wind weht ohne Unterbrechung und wird schrittweise stärker. Er produziert sehr schöne, lange Wellen ohne Rauschen und Schaum. Erst bei einem starken Jugo schlagen die Wellen auf die Küste und ziehen sich lärmend ins offene Meer zurück.
Weil gleichmäßige Wellen und die ständig wirksame Kraft des stets aus der gleichen Richtung wehenden Windes den Jugo kennzeichnen, ermöglicht er allen Seglern die besondere Erfahrung einer dynamischen Fahrt auf dem Meer mit konstant vom Wind gefüllten Segeln, so dass das Segelboot eine sehr hohe Geschwindigkeit zu erreichen vermag.

Die Bura ist ein unberechenbarer Wind, der vom Festland her in Böen weht. Sie ist relativ kalt und trocken, erreicht eine mäßige Stärke und dauert mehrere Stunden an. Sie reinigt die Luft, sodass die Sicht nach der Bura ausgezeichnet und das Wetter sonnig und heiter ist.

Obwohl die Bura vor allem ein Winterwind ist, weht sie während des gesamten Jahres vor allem in den Morgenstunden und erreicht dabei eine mittlere Geschwindigkeit von 11 m/s. Weil sie von den Gebirgshängen zum Meer herunter weht, kommt sie am häufigsten aus nordöstlicher Richtung bzw.. aus den Richtungen NNO, NO oder ONO. Auf dem offenen Meer wechselt die Bura häufig in nordwestliche Richtung.

Das, wofür die Bura bekannt ist, ist ihre «Launenhäftigkeit», die Tatsache also, dass sie häufig in Böen weht und dass sie genauso häufig ungestüm und unerwartet zu wehen beginnt, wobei die Windstöße von heulenden Geräuschen begleitet werden. Diese heulenden Windböen werden für eine oder mehrere Minuten von Windstille oder von schwächeren Winden unterbrochen.

Sollte man beim Segeln entlang der dem Festland zugewandten Inselküste auf eine Zone ohne Vegetation treffen, dann muss man mit einer besonders starken Bura rechnen. Bei Bura zu segeln bedeutet, dass es an Aufregung nicht fehlen wird, denn dies ist wirklich eine große Herausforderung, die Umsicht und Vorsicht erfordert - sowohl was die Vorbereitungen des Bootes als auch was die Mannschaft angeht. Das Segeln mit kleinen Segelbooten wird bei Bura nur wirklich ausgezeichneten Seglern empfohlen.